Taufe – erster Schritt mit Jesus

“Die Taufe ist der Weg aus dem Reich des Todes in das Leben; das Tor in die Kirche und der Beginn einer bleibenden Gemeinschaft mit Gott.”

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Um die Aufnahme in die Kirche und die Freude am Wachsen der Gemeinde besser sichtbar zu machen, finden in der Pfarre Asten die Kindertaufen ab Herbst 2020 während des Sonntagsgottesdienstes statt (jeweils am 4. Sonntag des Monats). Darüber hinaus gibt es Taufsamstage (jeweils 3. Samstag der ungeraden Monate), an denen bei Bedarf zwei oder mehrere Familien gleichzeitig ihre Kinder zur Taufe bringen. Die Erfahrung in anderen Pfarren zeigt, dass es sehr stimmungsvolle Tauffeiern sind, und dass die Abstimmung zwischen den Familien gut gelingen kann.

Warum taufen?

In den Evangelien werden Frauen und Männer, die Jesus nachfolgen, Jüngerinnen und Jünger genannt. Nach der Auferstehung sagte Jesus zu ihnen: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19).

Die Taufe ist das Eingangssakrament in die Kirche, die Entscheidung, unser Leben ganz mit Jesus zu gehen (seine Jünger zu werden) und damit aufgenommen zu werden in seinen Leib, die Kirche. Wer als Erwachsener getauft wird, bereitet sich mindestens ein Jahr lang auf diesen Schritt vor, um den christlichen Glauben, die Kirche, um Jesus besser kennen zu lernen.

Wenn ein Kind getauft werden soll, muss sichergestellt sein, dass es in den folgenden Jahren nicht nur eine christliche Erziehung erhält, sondern auch in der eigenen Familie das Gebet und die Beziehung zu Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist kennen und lieben lernt.

In mehreren Taufvorbereitungstreffen sprechen wir gemeinsam mit anderen jungen Familien über wichtige Inhalte des Glaubens und klären Details zum Ablauf.

Anmeldung: ca. zwei Monate vor der Taufe (pfarreasten.com/taufe)

Tipp: Bevor Sie ihr Kind taufen, kann es hilfreich sein, selbst einen frischen Zugang zu Jesus und zum Glauben zu suchen – dafür ist Alpha hervorragend geeignet, herzliche Einladung dazu!


FAQ – Häufig gestellte Fragen

– In welchem Alter kann ich mein Kind taufen lassen?

Ein Mensch kann entweder getauft werden, sobald er es selber verstehen und bejahen kann (also ca. ab dem Volksschulalter), oder als Baby bzw. Kleinkind – wenn sichergestellt ist, dass jemand (Eltern, Paten) in den folgenden Jahren dafür sorgt, dass das Kind christlich aufwächst und Jesus kennenlernt. Unter den frühen Christen und für viele Jahrhunderte waren Kindertaufen eher die Ausnahme, und Erwachsenentaufen die Norm. Auch heute noch gibt es viele Menschen, die sich als Erwachsene für Jesus entscheiden und sich nach gründlicher Vorbereitung (in Österreich mindestens ein Jahr) taufen lassen.

– Ich kann mir nicht vorstellen, mein Kind während eines Sonntagsgottesdienstes taufen zu lassen, weil es leider sehr viel schreit und ich die Messe nicht stören möchte.

Wir freuen uns, wenn wir in der Messe Kinder sehen (und hören). Falls ein Kind während einer Messe mal sehr unruhig ist, kann man aufstehen und mit ihm im Stehbereich spazieren, oder in extremeren Fällen auch ohne weiteres draußen eine kleine Runde machen. Normalerweise sind Kinder in der Messe kein Problem.

– Ich möchte mit meinem Kind nicht so im Mittelpunkt stehen. Gibt es Alternativen zur Taufe während des Sonntagsgottesdienstes?

Es ist ohne weiteres möglich, mit der Taufe zu warten bis das Kind größer ist, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, einen der Taufsamstage zu nützen (immer 3. Samstag der ungeraden Monate). Dort findet die Taufe nicht während einer Messe, sondern in einer Tauffeier statt.

– Ich halte selbst nicht viel vom Glauben / bin kein Kirchgänger, möchte aber meinem Kind alle Türen offen halten. Kann ich es in Asten taufen lassen?

Die Taufe ist wie jedes Sakrament eine Entscheidung und Antwort, Jesus nachzufolgen. Das will natürlich gut überlegt sein, und übersteigt jedenfalls die Begründung „Es gehört halt dazu“. Wenn Sie selber nicht sicher sind, ob und wie Sie ihren Glauben leben sollen, wäre es womöglich besser mit der Taufe ihres Kindes zu warten, und lieber selbst einen Glaubenskurs wie z.B. Alpha zu besuchen. Dort kann man Fragen stellen und Kritik anbringen – es sind immer spannende Abende. Herzliche Einladung dazu!

– Ich möchte lieber ein familieninternes Tauffest und nicht mit der ganzen Pfarrgemeinde feiern. Ist das möglich?

Die Taufe ist die Aufnahme in die Familie Gottes, in die Glaubensgemeinschaft der katholischen Kirche. Deshalb ist es schön, wenn die Verwandtschaft mitfeiert. In erster Linie wollen wir als Pfarrgemeinde aber das neue Familienmitglied in der Familie Gottes willkommen heißen.

– Wozu braucht es eine Taufvorbereitung?

Die Taufe ist das Eingangssakrament und zu gleich eine Grundsatzentscheidung: Will ich mein Leben ganz mit Jesus leben? Um diese Entscheidung „informiert“ zu treffen, soll man sich mit den Glaubensinhalten (im wesentlichen alles, was wir im Glaubensbekenntnis bezeugen) beschäftigen und vorab Fragen zu klären. Daher ist eine gute Vorbereitung auf die Taufe wichtig.

– Wie sieht die Taufvorbereitung aus?

Hauptsächlich geht es um drei Dinge: sich gegenseitig kennenlernen, den Glauben beleuchten und Fragen klären (z.B. wissen, warum wir Christen taufen), den Ablauf der Taufe besprechen. Dies geschieht in zwei bis drei Treffen zwischen den Seelsorgern und den Tauffamilien.

– Warum müssen wir uns als Eltern aktiv bei der Taufvorbereitung und in der weiteren Glaubenserziehung des Kindes einbringen? Reicht der Schul-Religionsunterricht nicht aus?

Es wäre falsch zu denken, wir können die religiöse Erziehung unserer Kinder anderen überlassen. Wir haben Verantwortung für unsere Kinder und die Aufgabe, den Glauben an die nächste Generation weiter zu geben (so wie wir ihn von unseren Eltern und Großeltern bekommen haben). Religionsunterricht kann eine gute Ergänzung sein, so wie auch die Kinderkirche oder der Sonntagsgottesdienst. Aber die Freude am Glaubensleben, das Bemühen im Gebet und der Nächstenliebe werden die Kinder direkt von den Eltern abschauen.

– Die Kirche soll doch froh sein über jedes neue Mitglied, das in Zukunft einmal Kirchenbeitrag zahlen wird. Warum wird die Taufe dann so “verkompliziert”?

Es geht der Kirche nicht um Mitglieder für den Kirchenbeitrag (auch wenn das leider manchmal so vermittelt wird), sondern um echte Nachfolger Jesu. Die Zeiten, in denen einfach „jeder bei der Kirche war“, sind vorbei. Heute mehr denn je ist Freiheit und Entscheidung gefragt. Gerade die Taufe sollte das besonders unterstreichen.

– Was ist die Aufgabe des Taufpaten?

Der oder die Taufpatin soll die Eltern in der christlichen Erziehung des Kindes unterstützen und den Glauben vorleben. Es geht also um weit mehr, als dass es „ein braves Kind“ wird. So wie wir körperlich wachsen und vom Kind zum Mann oder zur Frau werden, so sollen wir auch geistlich wachsen im Glauben, im Gebet und in der Beziehung zu Gott. Dabei soll der Pate helfen.

– Was soll ich tun, wenn der/die gewünschte Taufpate/-in von der katholischen Kirche ausgetreten ist?

Der Pate soll alle drei Sakramente der christlichen Initiation empfangen haben (Taufe, Firmung, Eucharistie) und den Glauben selber leben. Falls das nicht der Fall ist, kann er/sie gern an einem Alpha teilnehmen, um eigene Fragen zu stellen und Gott und die Kirche kennen zu lernen.

– Wo kann ich mehr erfahren? Ich habe Fragen…

Sie können sich gerne bei Pater Thomas oder dem Taufteam melden: familien@pfarreasten.com.